Kompass und Karte halten oder Mücken erschlagen?











2009-06-27 (Guido Seeger, Katja-Christine Groß)

Regenguss und Mückenschlacht

So feucht hatten wir es noch nie bei einem Trainingslauf! Schon beim Start liefen die Bäche den Feldweg hinunter. Im Wald wurden wir gleich von hoch bewachsenen, durchfeuchteten Büschen begrüßt. Nach wenigen Metern war klar: das wird nass. Als es dann später noch stärker zu regnen begann, war das aber gar nicht mehr wichtig. Denn das größere Problem war: MÜCKEN!!! Schwärme von Mücken!!! Orientieren im Stand war eine echte Herausforderung. Kompass und Karte halten oder Mücken erschlagen?

Ich hatte meinen Tiefpunkt bei Posten 7 der FM-Bahn. Konnte kurzzeitig nicht zwischen Ost und Süd unterscheiden, weil diese Biester mich völlig verrückt machten. Also ab da lieber auf Nummer sicher. Querfeldein nur noch, wenn es ganz klar war. Bloß nicht anhalten müssen, lieber rennen. So kam das Ziel irgendwann auch.

Der Rest meiner Familie hatte auch seine Höhen und Tiefen. Friederike haderte mit dem Maßstab. Ausnahmsweise 1:15000, worauf ich sie nicht hingewiesen hatte. Böser Fehler! Keine Entfernung stimmte...

Frederik und Henning kämpften mit Posten Nummer 3 bzw. 4. Henning kam durch; Frederik entschied ein paar Posten später, das es bessere Tage geben würde, und brach ab. Thilo hatte die ersten 12 Posten der EL-Bahn im Rekordtempo hinter sich gebracht, nur um dann um den letzten Posten zu kreisen!

Mareike und Isabel dagegen hatten gar keine Probleme mit Einsteiger kurz, kamen vor dem stärkeren Regen noch zurück und hockten quietschfidel im Bus -- um mir zu berichten, ich möge mich besser gleich nach Zecken absuchen, sie hätten 4 dieser Biester schon erledigt.

Irgendwann waren zum Glück alle wieder heil im Ziel. 2 trocken und 5 komplett nass. Ein guter Anlass, zu Hause mal wieder ein heißes Bad zu genießen und sich hinterher beim Tee die Heldentaten zu berichten :))
Auf Wiedersehen beim Karpfen-OL!

Guido Seeger und Familie

Total versagt oder: wer lesen kann, ist entscheidend im Vorteil

Als selbsternannte Wetterverantwortliche - für schönes Wetter! -habe ich diesmal auf ganzer Linie versagt.

Man kann es aber auch als reine Taktik werten, die eigenen Siegchancen zu erhöhen. Die Rechnung ging dann auch voll auf, indem ich die Schleusen erst geöffnet habe, als ich selbst im Ziel war.
Gemein, gell Céline?? Aber auch ohne Regen war's schwer genug. Das tropische Klima und der laufbehindernde Blaubeerbewuchs zehrten schon extrem an den Kräften. Selbst mein sonst unverwüstlicher kleiner Hund legte recht bald einen effizienten Laufstil an den Tag und vermied das sonst übliche "schon mal Vorauslaufen".

Dem Haushalten der Kräfte war es nicht gerade förderlich, dass sich der verflixte 7. Posten ganz offensichtlich vor mir versteckte. Schließlich stand ich doch genau dort, wo er auf der Karte eingezeichnet war. Die Karte könnte einfach nur falsch sein. Wäre nicht ein rettender OL Engel in Gestalt von Thilo Seeger erschienen und zielstrebig auf den Posten zugesteuert, weiß ich nicht, wie lange ich wohl noch suchend umhergeirrt wäre.
OK, die Karte war natürlich richtig und der Posten stand unbeweglich dort, wo er auch stehen sollte.
Ansonsten sprangen mich die übrigen Posten regelrecht an - nette Posten!

Meine Neigung, zu früh mit dem Suchen zu beginnen, war allerdings diesmal extrem ausgeprägt. Lesen bildet eben doch: Der Maßstab 1: 15.000 ist eben nicht derselbe, wie 1:10.000. Nicht annähernd!

Wieder was gelernt. Und wieder so richtig viel Spaß gehabt.
Fazit: Zwar klatschnass, dreckig und kalt, aber glücklich. Ein rundum gelungener OL Tag eben.

Katja Christine Groß

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Stand: 2009-10-21
Webmaster: Andreas Bode
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