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2009-10-10
Noch ein amphibischer OL in Höchstadt (Katja-Christine Groß)
Wer Herausforderungen liebt, für den ist
Höchstadt in der Trainingsserie des Förderteams Mittelfranken genau das
Richtige. Wettertechnisch bietet es ideale Voraussetzungen für die
Amphibien unter den OL'ern.
Auch die Bahnlegung ist auch alles andere als langweilig.
Wurde beim letzten Lauf der vergangenen Trainingsserie durch Kreativität
in der Anwendung des Maßstabes die Kondition der Teilnehmer auf den
Prüfstand gestellt, so war es heute die Fähigkeit die Rotation der
Codenummern 33, 36 und 38 den richtigen Stellen im Gelände zuzuordnen.
Voraussetzung war natürlich, dass der Bahnleger seine Karte unter Wasser
nicht richtig lesen kann.
Wem das alles kälter als die Luft ließ, war gegenüber penibleren Läufern
geringfügig im Vorteil.
Die für die meisten Teilnehmer neue Variante der „Postennester“, die
anspruchsvolle Streckenlegung ,der zum Teil schwer belaufbare Wald und
nicht zuletzt das Wetter forderten die Starter aber läuferisch ebenso,
wie orientierungstechnisch.
Und so hatte dann am Ende doch derjenige mit der besten Routenwahl und
den schnellsten Beinen die Nase vorn. Auf der langen Strecke (6,42km)
hatte Sven Sudhoff am Ende 16 Sekunden Vorsprung zum Zweiten. Auf EK
konnte Ulrich Wieland seinen Begleiter am Besten motivieren. Bei FM
(Katja-Christine Groß), FK (Alexander Bode) und EL (Thilo Seeger)
glänzten Läufer, die bei unserer Trainingsserie mal angefangen haben.
Dass auf der Ergebnisliste einige feste Größen fehlen, lag zum einen
daran, dass zeitgleich eine beliebte internationale OL Veranstaltung in
der Schweiz (Arge Alp) stattfand. Zum anderen waren aber auch
krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Kein Wunder, bei dem Wetter.
Daumen drücken, dass sich die Teilnehmer des Eröffnungslaufes lediglich
Punkte für die Wertung eingefangen haben und nicht zusätzlich auch eine
Erkältung.
Ach so, nächstes Jahr ist in Höchstadt wieder OL. Aus gut unterrichteter
Quelle haben wir in Erfahrung bringen können, dass falls es nicht regnet
bereits eine Karte des Freibads existiert.
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Ergebnisliste
2009-10-10
Postennester und Postenroulette (Guido Seeger)
Das Würfeln fing diesmal schon mit der Anmeldung an. Wird´s wieder
regnen oder nicht?
Poker bis zum Anmeldeschluss. Schließlich bekam der arme Andreas spät
abends (21:20) noch 7 Teilnehmer auf den Tisch, als er gerade dachte,
den Kartenausdruck komplett zu haben...
Der Wetterprophet sollte Recht behalten: Regen genau zwischen 12 und 16
Uhr! Zum Glück war es im Wald halb so schlimm. Noch nicht mal Mücken ;-)
Wären da nicht ein paar extrem verschlammte und glitschige Wege gewesen,
mit denen ich wirklich keinen Kontakt aufnehmen wollte. Schlamm-Catchen
sollte es nicht werden.
Wie erwartet, hatten die Bahnen ein paar Herausforderungen zu bieten.
Die Postennester waren ja angekündigt und eine nette Knobelaufgabe.
Lieber rechts herum oder
links herum oder bunt gemischt? Hinterher erst hatte ich kapiert, dass
man auch anhand der Ablaufrichtung zum nächsten Posten optimieren kann.
Dann war da noch Posten 5 auf der FM-Bahn. Mitten im dicken Grün, wo ich
es am meisten hasse, weil ich das Anpeilen solcher Posten einfach nicht
drauf habe. Da war noch eine Bestandsgrenze auf der Karte, aber wie
findet man so was? Die "Einflugschneise" auf der Karte wollte sich auch
nicht zeigen. Schließlich fasste ich mir ein Herz und marschierte doch
nach Kompass ins dunkle Grün. Die Schneise tauchte auf und auch die
Bestandsgrenze. Laubbäume links, Nadeln rechts. Eigentlich doch nicht so
schwer, man muss sich nur trauen!
Aber Posten 6 legte noch einen drauf. An der Stelle, wo er sein sollte,
stand ein anderer. Nr. 38 statt Nr. 36. Was nun? Mein Handy klingelte.
Mareike fand ihren 4. Posten nicht. Ganz ungewöhnlich, Hilfe hatte sie
noch nie gesucht. Aber Ihre Schwester hatte diesmal daheim bleiben
müssen. Ob Nr. 46 vielleicht auf meiner Karte sei, fragte sie
verzweifelt. War er. Zwei Minuten Telefonseelsorge, was Sie tun könne,
um ihre Position noch einmal zu bestimmen.
Dann zurück zu meinem eigenem Problem: 36 auf dem Karte. 38 stand vor
mir. Was nun? Dann fiel mir ein, dass an der Stelle des 3. Postens nicht
33, sondern 36 gestanden hatte. Glasklar vertauscht. Also konnte 36
zumindest nicht hier stehen. Demnach noch ein Vertauscher? Mut gefasst
und abgestempelt. Rien ne va plus! Auf zum siebten. Ab da war die Welt
tatsächlich wieder in Ordnung.
Ach so, Mareike rief noch mal an. Der Posten sei einfach nicht da. Sie
wisse nur, wo der nächste sei. Alles, was mir an Ratschlägen noch
einfiel, hatte sie schon gemacht. Na gut: "Mach Dir nichts draus, lass´
ihn aus, such die nächsten". Das schien Ihr Mut zu machen. Sie legte
auf.
Später im Ziel stellt sich heraus, dass sie dann den Posten doch noch
gefunden hatte. Worauf sie mit Recht mächtig stolz war.
Am Ende waren alle hoch zufrieden. Mareike hatte ihren Posten gefunden.
Thilo die lange Einsteiger-Bahn souverän abgespult (gewonnen!
Anmerkung der WEB Master). Frederik
war erstmals heil über die FM-Bahn gekommen, Ziel erreicht. Und ich war
trotz Telefonseelsorge noch 1 Minute schneller gewesen als er. Ab und zu
kann ich mit Köpfchen gegen Kraft eben doch noch punkten ;-) Wird nicht
lange halten, wenn er weiter so schnell lernt...
Hatte es wirklich geregnet? Genau, bei der Rückfahrt hatten die
Scheibenwischer wieder einige Arbeit. Aber unterwegs haben wir es
irgendwie kaum gemerkt. |