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2010-06-27
(Katja-Christine Groß)
Das Trafohäuschen
auf dem Rathsberg ist vielen schon als Start eines Laufes der
Trainingsserie gut bekannt.
Manch einer denkt mit Schrecken an das diffizile Höhenprofil der „Berg-
und Tallandschaft“ gleich zu Beginn.
Grund genug, hier den Standort für den GrillOL am vergangenen Samstag,
26.06.zu platzieren. Der Beginn war auf 15 Uhr gelegt, das Einbrechen
der Dunkelheit diesmal somit in weiter Ferne.
Doch statt „einfach eine Bahn zu laufen“, hatte Dieter Techniktraining
vom Feinsten ausgetüftelt.
LinienOL: hier gilt es, genau der auf der Karte eingezeichneten
Linie zu folgen, will man keinen Posten auslassen
FensterOL: bei dieser Trainingsvariante besteht die Karte nur aus
den Ausschnitten, die sich unmittelbar am Posten befinden. Dazwischen
ist sie einfach nur weiß. Perfektes Training für Kompasslaufen und
Feinorientierung
KompassOL: auf eine Entfernung von 150m bzw 250 m gilt es, den
Posten genau zu treffen. Und man muss sehr genau treffen. Denn nur
wenige Meter entfernt hängen zu beiden Seiten 5 weitere Posten- alle
nummeriert. Die Auflösung, ob man tatsächlich exakt gepeilt oder eben
nur ziemlich genau oder gar nur so ungefähr, gab es nach der Rückkehr
von Dieter.
HöhenlinienOL mit reduzierter Karte: Quasi die Königsklasse. Da
Elemente aus der Karte entfernt waren, die in der Regel gern als
Orientierungspunkte genutzt werden (Wege udgl), war korrektes
Orientieren nur mit genauem Studium und richtigem Auslegen des
Geländeprofils möglich.
Das
absolute Highlight aber war ein dreidimensionales, maßstabgetreues
Höhenlinienmodell, das Dieter vor etlichen Jahren von einem
Oberbayerischen (?) Gelände angefertigt hatte.
Somit bot sich die Gelegenheit zur „Höhenlinientrockenübung“ , die von
den Teilnehmern mit Begeisterung genutzt wurde.
Zumal Dieter sogar auf der dazugehörigen Karte Posten eingezeichnet
hatte. Mittels Kreide konnte dann die gewählte Route markiert werden.
Kaum einer der Teilnehmer lies eine der angebotenen Trainingsvarianten
aus, so dass es eine zeitlang dauerte, bis die ersten ihre Steaks und Co
auf den Grill warfen.
Natürlich war es auch dem herrlichen Sommerwetter zu verdanken, dass
sich die Veranstaltung erst in den Abendstunden dem Ende zu neigte.
Der Hauptgrund aber lag darin, dass Interpretation von Höhenlinien,
Kartendetails, kleine und große Fehler und vieles mehr viel
Gesprächsstoff und Anlass zu lebhaften Diskussionen ergaben.
Ein rundum gelungener Grill- OL, bei dem
anspruchsvolles Techniktraining und Gemütlichkeit bestens harmonierten.
Fotos gibt's hier! |